Rechenschaftsbericht der Bürgermeisterin 2020; Bürgerbeteiligung

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Die Corona-Pandemie schränkt das öffentliche Leben weiterhin ein.
Es ist uns gelungen, den sog. 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis Aschaffenburg auf unter 50 Fälle zu senken. Das ist der Disziplin unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu verdanken. Herzlichen Dank hierfür.

Die Tatsache, dass die Erkrankungsfälle weiterhin auf einem recht hohen Niveau verharren und die Inzidenz gleichzeitig wieder leicht ansteigt, mahnt uns allerdings weiterhin zur Vorsicht.

Die Bürgerversammlung 2020 musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Das Ziel der Gemeinde war eigentlich, dass wir die Bürgerversammlung bis zum 31.03.2021 nachholen. Die aktuellen Corona-Zahlen lassen dies aber weiterhin nicht zu. Die Gemeinde hält es nicht für angemessen, eine Präsenzveranstaltung unter Beteiligung von vielen Menschen durchzuführen, wenn gleichzeitig das sonstige öffentliche Leben, wie Vereinsaktivitäten, Gaststätten oder der Einzelhandel geschlossen bleiben müssen.

Auch die Bayerische Staatsregierung und der Bayerische Gemeindetag mahnen, solche Präsenzveranstaltungen auf ein unbedingt erforderliches Mindestmaß zu reduzieren.

Die Gemeindeverwaltung hat sich daher dazu entschieden, dass auf eine Bürgerversammlung als Präsenzveranstaltung verzichtet wird. Den Rechenschaftsbericht der Bürgermeisterin zum Jahr 2020 finden Sie nachstehend abgedruckt.

Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Anträge zum Rechenschaftsbericht haben können diese schriftlich oder per E-Mail (umfrage@geiselbach.bayern.de) an die Gemeindeverwaltung gerichtet werden.

Bitte machen sie hiervon rege Gebrauch. Eingehende Mitteilungen werden wir im Rahmen von einer der nächsten Gemeinderatssitzungen behandeln und auch im Mitteilungsblatt hiervon berichten.

1. Kommunalwahlen

Im April 2020 fanden in Bayern die Kommunalwahlen statt.
Neben der CSU/Freie Bürger und der SPD, die bereits im letzten Gemeinderat vertreten waren, trat erstmals das Bürgerforum Geiselbach zur Gemeinderatswahl an. Insgesamt waren 1.695 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt, wovon 1.125 eine Stimme abgegeben haben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 66,37 %. Auf die CSU sind neun Sitze im Gemeinderat entfallen, auf das Bürgerforum fünf Sitze. Die SPD ist nicht mehr im Gemeinderat vertreten.
Im Gemeinderat gibt es sechs neue Gemeinderatsmitglieder. Acht Gemeinderatsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt.

Bei der Bürgermeisterwahl wurde ich ebenfalls mit 69,71 % der Stimmen gegen Henry Sapper von der SPD im Amt bestätigt. Herzlichen Dank hierfür.

Mein besonderer Dank gilt aber den vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die uns zum Teil bis tief in die Nacht bei der Auszählung der Stimmen unterstützt haben.

Am 26. September 2021 finden die Bundestagswahlen statt. Auch für diese Wahl werden wieder Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt. Wenn sie Interesse an diesem wichtigen und auch sehr interessanten Ehrenamt haben, dürfen Sie sich gerne jetzt schon bei der Gemeindeverwaltung als Wahlhelfer/in melden.

2. Bevölkerungsentwicklung

Abgesehen von geringfügigen Schwankungen zu den unterschiedlichen Stichtagen bewegt sich die Einwohnerzahl in Geiselbach schon seit einigen Jahren in einem sehr konstanten Bereich. Bei der letzten Erhebung zum 01.01.2021 waren 2082 Personen in Geiselbach mit Hauptwohnsitz gemeldet.

Weitere 150 Personen halten in Geiselbach einen Nebenwohnsitz, so dass insgesamt 2.232 Personen in Geiselbach gemeldet sind.

1.604 wohnen in Geiselbach, 628 in Omersbach. Es gibt 1.129 Männer und 1103 Frauen.
113 Mitbürgerinnen und Mitbürger haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, das entspricht einem Anteil von rd. 5 %. Die ausländischen Mitbürger kommen aus 32 unterschiedlichen Nationen, wobei die Rumänen und Syrer mit jeweils 17 Personen die größte Gruppe bilden, gefolgt von den Polen mit 15 Personen.

Es gab 2020 in Geiselbach 27 Geburten. So viele Kinder sind seit 2001 in Geiselbach nicht mehr geboren worden.

15 Mitbürgerinnen und Mitbürger sind 2020 verstorben. Es gab sechs Eheschließungen und vier Scheidungen.

Die Bevölkerungsentwicklung einer Gemeinde wird zum einen durch Geburten bzw. Sterbefälle und durch Zu- und Wegzüge bestimmt.
Die Gemeindeverwaltung trägt sich bereits seit einige Jahren mit dem Gedanken die Motive für einen Wegzug aus Geiselbach oder einen Zuzug nach Geiselbach zu untersuchen.

Dies ist in der Vergangenheit jedoch an den personellen Kapazitäten gescheitert.

Seit Anfang des Jahres 2020 ist eine Praktikantin bei der Gemeinde Geiselbach beschäftigt, die nunmehr mit der Durchführung einer „Wanderungsmotivuntersuchung“ beauftragt wurde.
Dies ist gleichzeitig eine Projektarbeit, die die Praktikantin für die Schule erstellen muss.

Hierzu wurden zunächst die Veränderungslisten der Jahre 2017 bis 1. Halbjahr 2020 ausgewertet. Die Auswertung soll im noch für das 2. Halbjahr 2020 ergänzt werden.

Im betrachteten Zeitraum sind 404 Personen zugezogen, 402 weggezogen, so dass sich hinsichtlich des Wanderungssaldos praktisch keine Veränderung ergeben hat. Die zu- bzw. weggezogenen Bürger/innen oder Familien haben einen Fragebogen erhalten, in dem sie nach den Gründen hierfür befragt wurden. Mit ersten Ergebnissen der Befragung ist im Sommer zu rechnen.

3. Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen

Der Schuldenstand der Gemeinde Geiselbach lag zum Ende des Jahres 2020 des Jahres bei 1,48 Mio. Euro. Das sind rund 400.000,-- € mehr als zu Anfang des Jahres.  Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt damit bei 727,-- €/Einwohner

Was die Steuereinnahmen des Jahres 2020 angeht, machte der weltweite Corona-verursachte Konjunktureinbruch auch vor der Gemeinde Geiselbach nicht Halt.

Während die Gewerbesteuereinnahmen mit rd. 480.000,-- € sogar noch etwas über den Schätzungen liegen, kam es bei der wichtigen Einkommensteuerbeteiligung zu einem massiven Einbruch. Die Einnahmeeinbußen im Jahr 2020 liegen bei 18 %, das sind immerhin rd. 250.000,-- €.

Erfreulicherweise konnten diese Mindereinnahmen durch Mehreinnahmen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Außerdem gab es Einsparungen bei den Ausgaben, so dass zum Ende des Jahres 2020 noch ein, wenn auch geringer, Überschuss in Höhe von knapp 62.500,-- € erzielt wurde.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung im Februar die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Jahr 2021 einstimmig beschlossen. Haushaltssatzung und Haushaltsplan werden nunmehr dem Landratsamt Aschaffenburg zur Genehmigung vorgelegt.

Der Haushaltsplanentwurf 2021 schließt im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 4.116.427,--  € ab, das sind rd. 177.500-- € mehr als im Vorjahr.
Wesentliche Einnahmeposten des Verwaltungshaushaltes sind die Einkommensteuerbeteiligung mit 1,278 Mio. Euro, die Realsteuereinnahmen (Grund- und Gewerbesteuer) mit 689.000,-- Euro und die Schlüsselzuweisungen mit 529.100 Euro
Sonstige Steuerzuweisungen summieren sich auf etwa 224.000,-- €. Die vorstehenden Positionen machen rd. 66 % der Einnahmen des Verwaltungshaushaltes aus.

Die Einnahmeansätze bei der Gewerbesteuer wurden auf 500.000,-- € angesetzt. Dies entspricht in etwa 80 % des derzeitigen Anordnungssolls. Der Ansatz für die Einkommensteuerbeteiligung entspricht der Meldung des statistischen Landesamtes.

Beide Ansätze sind mit einer entsprechenden Vorsicht zu genießen, da derzeit noch nicht vollständig überschaubar ist, welche wirtschaftlichen Folgen die Corona-Pandemie noch haben wird.

Insoweit ist es wichtig feststellen zu können, dass der Haushaltsentwurf mit einem Überschuss von rd. 276.500,-- €, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wird, noch gewisse Reserven enthält, mit denen Schwankungen bei den Steuereinnahmen ausgeglichen werden könnten.

Die Zuführung zum Vermögenshaushalt liegt bei 400.925,-- €. Abzüglich der Mindestzuführung in Höhe von 291.500,-- € ergibt sich damit eine freie Finanzspanne von knapp 109.500 €.
Der Vermögenshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 1.246.755 € ab, darunter Tilgungsausgaben in Höhe von 491.500,-- € und Zuführungen zu Rücklagen in Höhe von 381.415,-- €.

Die reinen Investitionsausgaben liegen damit bei 373.840,-- € und damit sehr deutlich unter den Ansätzen des Vorjahres.

Der größte Teil der dieser Investitionsausgaben entfällt mit 220.410,-- € auf die Feuerwehren, hier ist insbesondere der Grunderwerb für den neuen Feuerwehrstandort (165.000,-- €) zu nennen.

Für den Umbau des Rathauses sind 50.000,-- € eingeplant, für die Neugestaltung des Spielplatzes in den sauren Wiesen 40.000,-- €.

Die übrigen Ausgaben des Vermögenshaushaltes verteilen sich auf regelmäßige jährliche Ansätze, wie. z.B. Ansätze für den allgemeinen Grunderwerb, Kanalbaumaßnahmen etc.

Der im Finanzplan des Jahres 2020 für das Jahr 2021 vorgesehene Ansatz für die Ertüchtigung der Kläranlage Omersbach wurde ins Jahr 2022 verschoben. Es ist nicht damit zu rechnen, dass noch in diesem Jahr mit der Maßnahme begonnen werden kann, weil noch keine abschließende Einigung mit den Genehmigungsbehörden hinsichtlich der Ausführung erzielt werden konnte

Neben den Ansätzen des Jahres 2021 wurden noch Haushaltsausgabereste aus Vorjahren in Höhe von fast 2,626 Mio. Euro übernommen.

Die Haushaltseinnahmereste aus den Vorjahren belaufen sich auf 1,846 Mio. €. Die größten Einzelposten sind hier der Zuschuss des Freistaates Bayern für den Kindergarten in Höhe von 1 Mio. Euro und 450.000,-- € für eine Darlehnsermächtigung aus dem Jahr 2020, die nicht in Anspruch genommen wurde.

Insgesamt ist festzustellen, dass der Vermögenshaushalt des Jahres 2021 als ein Plan des „Innehaltens“ zu betrachten ist.
Dies ist natürlich der Corona-Pandemie geschuldet, die zu großen Unsicherheiten führt, nicht nur was die Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen angeht.

Auch was die zeitnahe Zahlung der Zuschüsse für den Kindergarten angeht, gibt es gewisse Unsicherheiten, weil natürlich auch der Freistaat mit geringeren Einnahmen auskommen muss und darüber hinaus auch noch beträchtliche Mittel für die Bekämpfung der Auswirkungen der Corona-Pandemie gebunden sind.

4. Schulen, Kindergärten

Den Schulverband Krombach/Geiselbach besuchen im Schuljahr 2020/2021 123 Kinder, das sind zwölf mehr als im Vorjahr. Aus Krombach kommen 70 Kinder, aus Geiselbach sind es 51 Kinder. 2 Kinder kommen aus einer Nachbargemeinde.

Nachdem die Gemeinde Krombach seit einigen Jahren mehr Schüler im Schulverband stellt als die Gemeinde Geiselbach, sind der Verbandsvorsitz und die Verwaltung des Schulverbandes seit Mai 2020 an die Gemeinde Krombach bzw. die Verwaltungsgemeinschaft Schöllkrippen übergegangen.

Die Schüler ab der fünften Klasse besuchen die Mittelschule in Schöllkrippen. Zuletzt waren dies 40 Schüler aus Geiselbach wofür eine Umlage an den Schulverband in Höhe von rund 58.000 € fällig wurde.

Den Kindergarten Geiselbach besuchen 80 Kinder, davon 46 in den beiden Regelgruppen, 26 in der Hortgruppe. Seit dem 01.01.2021 wird am Kindergarten Geiselbach auch eine Krippengruppe angeboten. Die besuchen derzeit 8 Kinder. Im Laufe des Frühjahrs werden weitere drei Kinder dazu kommen.  Bislang gab es nur am Kindergarten Omersbach eine Gruppe für die unter 3-jährigen Kinder. Wegen der großen Nachfrage musste am Geiselbach Kindergarten eine zweite Gruppe eingerichtet werden.
 
Der Kindergartenneubau ist mittlerweile fertig gestellt, so dass dieser am 15. Februar endlich bezogen werden konnte.

Der Fertigstellungstermin für den Neubau musste bereits mehrfach verschoben werden. Auch hier machte sich bei fast allen Gewerken die Corona-Pandemie bemerkbar, die dazu führte, dass benötigte Teile nicht oder nicht rechtzeitig geliefert werden konnten.

Die Gesamt-Baukosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 3,1 Mio. Euro, wobei rd. 2,2 Mio. auf den Neubau, 900.000,-- € auf die Sanierung des Bestandes entfallen. Der Freistaat Bayern gewährt Zuschüsse in Höhe von 1,633 Mio. Euro.

Den Omersbacher Kindergarten besuchen aktuell 30 Kinder, wobei 9 Kinder die Krippengruppe, 21 Kinder die Regelgruppe besuchen. Drei weitere Kinder werden bis zum Mai in der Regelgruppe dazu kommen.

5. Bau- und Wohnungswesen, Verkehr

5.1. Waldneuordnung Omersbach
Das Waldneuordnungsverfahren Omersbach hat im letzten Jahr leider keine großen Fortschritte gemacht. Eine vom Amt für ländliche Entwicklung geplante Eigentümerversammlung konnte Corona-bedingt nicht stattfinden.

Einen aktuellen Sachstandsbericht des Amtes für ländliche Entwicklung zum Waldneuordnungsverfahren finden sie im Mitteilungsblatt Nr. 03/2021.

5.2. Bauleitplanung

5.2.1. Neuaufstellung Flächennutzungsplan
Der neue Flächennutzungsplan ist im Dezember 2020 nach knapp 20-monatiger Verfahrensdauer in Kraft getreten. Dieser Flächennutzungsplan wird für die nächsten Jahre die Grundlage für die bauliche Entwicklung in Geiselbach darstellen.

5.2.2. Bebauungsplan Gewerbegebiet Am Omersbacher Weg
Ebenfalls im Dezember wurde der Bebauungsplan „Gewerbegebiet „Am Omersbacher Weg“ in Kraft gesetzt. Der Umgriff des Bebauungsplanes umfasst derzeit die Fläche, auf der der Netto-Markt entstehen soll. Für den Markt wurde im Dezember ein Bauantrag eingereicht, der dem Landratsamt Aschaffenburg zur Entscheidung vorliegt.

Gegen die Ausweisung der Gewerbeflächen im Bereich des Kreisels war durch das Bürgerforum Geiselbach ein Bürgerentscheid angestrengt worden. Der Bürgerentscheid fand am 13.09.2020 statt.

Fast 78 % der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger haben beim Bürgerentscheid Ihre Stimme abgegeben. Diese haben sich mit über 61 % für ein Gewebegebiet ausgesprochen.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung im Dezember dementsprechend auch den Aufstellungsbeschluss für die Erweiterung des Gewerbegebietes und für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein neues Feuerwehrgerätehaus gefasst.

Die Erschließungsplanung (Straße/Kanal/Wasser) für das Gewerbegebiet ist bereits in vollem Gange. Es ist davon auszugehen, dass im späten Frühjahr mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden kann.

5.2.3. Straßenzustandskataster
Zu Beginn des letzten Jahres hat die Bayerische Staatsregierung beschlossen, dass keine Straßenausbaubeiträge mehr erhoben werden dürfen.
Straßenausbaubeiträge stellten ein wichtiges Finanzierungselement bei der Generalsanierung von Straßen und Wegen dar. Im Regelfall wurden 50 – 60 % der Straßenausbaukosten über Beiträge auf die Anlieger umgelegt.

Zwar zahlt der Freistaat Bayern den Gemeinden einen Ersatz für die weggefallenen Straßenausbaubeiträge. Die Ersatzleistungen erreichen aber bei weitem nicht die Höhe der Straßenausbaubeiträge.

Mit dem Straßenzustandskataster soll eine Prioritätenliste der erforderlichen Ausbaumaßnahmen erarbeitet werden. In einem ersten Schritt wird der Zustand aller Straßenbestandteile (Fahrbahn, Entwässerungseinrichtungen, Gehwege, Beleuchtung) erfasst.
Aber nicht nur die sichtbaren Teile fließen in die Bewertung ein. Ebenso wird der Zustand der Kanäle, Wasserleitungen und sonstigen in der Straße befindlichen Leitungen berücksichtigt.

Das kann dazu führen, dass eine ggf. noch optisch bessere Straße in der Priorität nach vorne rückt, weil z.B. der Kanal dringend sanierungsbedürftig ist.
Auf der Basis dieser Daten wird dann eine Sanierungsreihenfolge mit einem definierten Zeitplan festgelegt.

6. Feuerwehren

6.1. Mehrzweckfahrzeug Feuerwehr Geiselbach und Mannschaftstransportwagen Feuerwehr Omersbach
Über die Beschaffung des Mehrzweckfahrzeuges für die Feuerwehr Geiselbach wurde bereits im Rahmen der Bürgerversammlung 2019 berichtet. Kurz nach der Bürgerversammlung wurde auch der neue Mannschaftstransportwagen für die Feuerwehr Omersbach ausgeliefert. Dieses Fahrzeug kostete rund 47.000,-- €, wobei hier ein Anteil von rund 29.000,-- vom Freistaat Bayern und dem Feuerwehrbeschaffungsverband übernommen wurde. Der Anteil der Gemeinde liegt damit bei rund 18.000,-- €.

6.2. Ehemalige Wohngebäude „Am Rainchen 4“
In Geiselbach wurde das sog. „Gemeindehaus am Rainchen 4“ im Auftrag der Gemeinde Geiselbach von der Fa. Erdbau Nees abgerissen.

Das Haus wurde Mitte der 50ér Jahre durch die Gemeinde Geiselbach gebaut, um Sozialwohnungen zu schaffen. Insgesamt gab es in dem Gebäude fünf Wohnungen.

Wegen erheblicher technischer Mängel, insbesondere hinsichtlich des Brandschutzes war das Gebäude schon seit einigen Jahren nicht mehr vermietet. Zuletzt wurden nur noch einzelne Räume durch die Freiwillige Feuerwehr Geiselbach als Lagerraum genutzt.

Im vergangenen Jahr kam es dann im Gebäude zu einem Wasserschaden, der -  bedingt durch die nur sporadische Nutzung - erst sehr spät bemerkt wurde. Die Folge waren vollkommen durchnässte Wände und Decken und eine ausgeprägte Schimmelbildung im gesamten Gebäude.

Da eine Sanierung vollkommen unwirtschaftlich gewesen wäre, wurde das Gebäude abgerissen.

Auch die im Gebäude integrierte Garage, in der das Mehrzweckfahrzeug der Gemeinde Geiselbach untergebracht ist, wird in den nächsten Wochen noch entfernt werden.
Als Ersatz sind zwei Stahlhallen geplant, in denen künftig die beiden Fahrzeuge der Feuerwehr Geiselbach untergebracht werden sollen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung im Februar den entsprechenden Bauantrag auf den Weg gebracht.
Die Stahlhallen haben auch den Vorteil, dass sie später an anderer Stelle, z.B. dem gemeindlichen Bauhof weiterverwendet werden können.

In der hinteren, beheizten Maschinenhalle sollen künftig die Einsatzkleidung und die Gerätschaften der Feuerwehr Geiselbach untergebracht werden.
Es wurde so eine tragbare Lösung gefunden, bis das geplante Feuerwehrhaus am Kreisel bezogen werden kann.

6.3. Neues Feuerwehrgerätehaus Geiselbach
Mit dem Aufstellungsbeschluss für das Plangebiet „Gemeinbedarfsfläche Am Omersbacher Weg“ hat der Gemeinderat die Basis für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses für die Feuerwehr Geiselbach in der Nähe des Kreisels an der Spessartstraße geschaffen. Wir werden das Jahr 2021 nutzen, um das Bauleitplanverfahren durchzuführen. Wir wollen das Jahr aber auch nutzen, um in Zusammenarbeit mit den Feuerwehrfrauen und –männern konkrete Entwürfe für das neue Feuerwehrhaus zu erarbeiten.
Diese Entwürfe müssen dann mit den Zuschussbehörden abgestimmt werden.

6.4. Feuerwehrbedarfsplan
Im Zusammenhang mit der Planung eines neuen Feuerwehrgerätehauses hat der Gemeinderat in seiner Februarsitzung auch den Auftrag für einen sog. Feuerwehrbedarfsplan vergeben.

„Wieviel Feuerwehr braucht eine Gemeinde“, das ist die Frage, die über den Feuerwehrbedarfsplan beantwortet werden soll.
 
Die Aufstellung einer Feuerwehr ist Pflichtaufgabe der Gemeinde in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Ziel der Feuerwehrbedarfsplanung ist die mittel- und langfristige Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr bei knapper werdenden Ressourcen (personell und finanziell). Dazu müssen die Risiko- und Gefahrenpotenziale erkannt und Maßnahmen zu ihrer Beherrschung veranlasst werden. Gegebenenfalls sind die getroffenen Maßnahmen durch überörtliche Planung und Zusammenarbeit auf mehrere Schultern zu verteilen.

Der Feuerwehrbedarfsplan beschreibt den Ist-Zustand der Feuerwehren und legt fest, welche Maßnahmen noch erforderlich sind, um die definierten Schutzziele erreichen.

7. Sonstiges

7.1. Breitbandversorgung
Die Fa. EGN hat die Kabelverlegearbeiten für das Glasfasernetz Anfang des Jahres 2020 abgeschlossen. Leider sind die Arbeiten nicht immer zur Zufriedenheit der Bauverwaltung ausgeführt worden. Fast ein Jahr nach Abschluss der Arbeiten gibt es immer noch einzelne Stellen, die nachgearbeitet werden müssen, bzw. sind bereits Folgeschäden aufgetreten, die von Deutsche Glasfaser zu beheben sind.

Mittlerweile hat die Fa. Deutsche glasfaser auch einen termin für die Herstellung der sog. Nachanschlüss mitgeteilt. Die Hausbegehungen haben in den meisten fällen bereits stattgefunden. Mit dem Bau der Anschlüsse ist lt. Auskunft von Dt. Glasfaser im April/Mai zu rechnen.

7.2. Kommunale Allianz
Die kommunale Allianz Kahlgrund/Spessart wird weitergeführt. Das Amt für ländliche Entwicklung hat die Förderung des Projektes für weitere 10 Jahre zugesagt. Bereits im Jahr 2019 hatten sich Vertreter der beteiligten Gemeinden an der Schule für Dorfentwicklung in Klosterlangheim getroffen, um die Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Jahre festzulegen.
Die sollten eigentlich von den neu gewählten Gemeinderatsmitgliedern im Sommer in einer gemeinsamen Sitzung aller Mitgliedsgemeinden die Agenda für die nächsten Jahre beschließen. Das war wegen der Pandemie leider nicht möglich. Zumindest konnte die kommunale Allianz das Konzept im Dezember im Rahmen einer Online-Konferenz vorstellen.

7.3. Integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement
Hinter diesem doch sehr gestelzten Begriff verbirgt sich eine Planung, ob und wie die Gemeinde die Ortslagen von Geiselbach und Omersbach künftig besser vor Überflutungen schützen kann. Das Maihochwasser 2017 und Sturm Bernd im August 2019 haben gezeigt, dass die Wetterextreme auch in unseren Bereichen zunehmen.

Die mit den Unwettern einhergehenden Überflutungen kamen allerdings nicht von den Gewässern Geiselbach und Omersbach, sondern wurden zum ganz überwiegenden Teil durch sog. „wild abfließendes Wasser“ von Hängen oder wasserführenden Gräben verursacht.

Der Freistaat Bayern hat deshalb seinen Gemeinden die Erstellung eines „Integralen Konzeptes zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement“ angeboten. Die Kosten für ein solches Konzept werden vom Freistaat zu 80 % übernommen. Der Gemeinderat hat beschlossen, dieses Angebot, übrigens als zumindest derzeit einzige im Landkreis Aschaffenburg, anzunehmen. Mit der Erstellung des Konzeptes wurde das Planungsbüro Unger aus Darmstadt beauftragt.

Das Büro hat zunächst einmal auf der Basis von digitalen Geländemodellen ermittelt, wo die Gefahr von wild abfließendem Wasser allein aufgrund der Topographie am höchsten ist.

Hieraus wurde ein Hochwasserabfluss-Modell erstellt.

Diese Arbeiten sind abgeschlossen. Der nächste Schritt wäre eigentlich gewesen, den Bürgerinnen und Bürgern die Ergebnisse im Rahmen eines Workshops vorzustellen und zu diskutieren.

Weil dies wegen der Corona-Pandemie nicht möglich war, wurden die Pläne auf der Homepage der Gemeinde Geiselbach eingestellt und die Bürgerinnen und Bürger gleichzeitig gebeten, mitzuteilen, ob an weiteren Stellen Starkregenabflüsse beobachtet wurden. Die Gemeindeverwaltung hat in den letzten Tagen zahlreiche Hinweise, z. Teil mit Bildern und Videos erhalten, die nunmehr zur Ergänzung der Unterlagen an das Planungsbüro weitergeleitet werden.

7.4. Dt. – französische Partnerschaft
Der Partnerschaftsbesuch unserer französischen Freunde aus Bavent musste im Jahr 2020 leider entfallen. Es steht auch zu befürchten, dass wir uns in diesem Jahr nicht mit unserer Partnergemeinde treffen können. Dennoch stehen wir im engen Kontakt mit unserer Partnergemeinde.
Es gibt viele sehr enge Freundschaften zwischen Familien aus Bavent und Geiselbach, die den regelmäßigen Austausch pflegen. Und auch die Gemeinde und der Partnerschaftsbeauftragte Burkard Kraus stehen in regelmäßigem Kontakt mit der Partnergemeinde.

Auch wenn wir uns nicht persönlich sehen können, so bleibt die Freundschaft doch bestehen.


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