Informationen zum aktuellen Stand des Waldneuordnungsverfahrens Omersbach 3

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist der Dienstbetrieb am Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken dem Gesundheitsschutz und der Verlangsamung des Infektionsgeschehens untergeordnet. Versammlungen mit Teilnehmern eines Verfahrens sind grundsätzlich untersagt.
Um die Teilnehmer und die Öffentlichkeit dennoch auf dem Laufenden zu halten, wollen wir Sie mit vorliegender Projektinfo über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen im Waldneuordnungsverfahren Omersbach 3 informieren.

Gez.
Manfred Maier
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft Omersbach 3

Rückblick
Die Planung des Wege- und Gewässernetzes im Verfahrensgebiet des Omersbacher Waldes stellte durch das hängige Gelände, die Kessellage und schützenswerte Landschaftselemente eine Herausforderung dar. Nicht nur die Wegetrassen im Wald, sondern auch die notwendigen Anbindungen an das öffentliche Verkehrsnetz mussten festgelegt werden.

Die Erstellung des Wegenetzentwurfs durch den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft erfolgte unter Einbeziehung der Träger öffentlicher Belange (z.B. Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt).

Mit der Erstellung der Landschaftsplanung hat das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken den landschaftspflegerischen Fachbeitrag, die artenschutzrechtliche Prüfung und das landschaftspflegerische Maßnahmenkonzept erarbeitet. Diese bestimmt die Ausgleichsmaßnahmen für den geplanten Wegebau, liefert die Grundlagen für die Umweltprüfungen, welche für die planrechtliche Behandlung der Waldflurbereinigung Omersbach 3 erforderlich sind und benennt die freiwilligen Naturschutzmaßnahmen. Bei mehreren Terminen wurde die Landschaftsplanung mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Auf der Grundlage der bisherigen Planungen und Abstimmungsgespräche hat der Vorstand die Wegenetzplanung und die Landschaftsplanung in der Ländlichen Entwicklung in der Vorstandssitzung am 28.01.2020 beschlossen.

Aktueller Stand und Fortgang des Verfahrens
Zurzeit erstellt der Verband für Ländliche Entwicklung (VLE) Unterfranken den detaillierten Bauentwurf des geplanten Wege- und Gewässernetzes. Nach Aufstellung des Wege- und Gewässerplans durch den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft wird dieser mit den Trägern öffentlicher Belange in einem Anhörungstermin erörtert und dem ALE Unterfranken zur Genehmigung vorgelegt. Nach der Genehmigung des Plans nach § 41 FlurbG wird die Wertermittlung durchgeführt. Diese erfolgt getrennt nach Bodenwert und Holzbestandswert mit fachlicher Unterstützung von externen forstwirtschaftlichen Sachverständigen.

Mit Beginn der Wertermittlung bis zur Einweisung in die neuen Grundstücke (Neuverteilung) darf der Holzbestand nicht mehr verändert werden. Vom Stichtag des Beginns der Wertermittlung gilt somit „Säge in Ruh‘“ (Holzeinschlagspause). Ausgenommen sind das Fällen von Fichtenkäferholz und der Einschlag für Zwecke von Verkehrssicherungsmaßnahmen. In diesen Fällen ist das ALE von den Holzentnahmen vorab zu informieren.

Das Sturmholz sollte bis zum Beginn der Wertermittlung aufgearbeitet und aus dem Bestand entfernt werden.

Der Beginn der Wertermittlung wird rechtzeitig öffentlich bekannt gegeben.

Nach der Wertermittlung kann mit der Umsetzung der gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen (Wegebau) begonnen werden.





 


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