Bekanntmachung Mistelentfernung in der Gemeinde Geiselbach

Die Laubholz-Mistel, die früher eine verehrte und wertvolle Pflanze war, stellt heute eine Gefahr für die Streuobstbestände dar. Sie lebt als Halbschmarotzer vor allem auf Apfelbäumen und zieht Nährstoffe und Wasser aus ihrer Wirtspflanze. Die zunehmende Trockenheit und mangelnde Pflege der Obstbäume führt zu einer explosionsartigen Vermehrung der Mistel, die unsere Bäume zum Absterben bringt. Hinzu kommt die Verbreitung durch Vögel, die die Samen der Mistel aus stark befallenen Bäumen auf befallsfreie tragen.

Der Erhalt von Streuobstwiesen ist in unserer Region ein wichtiger Baustein im Artenschutz für heimische Insekten und viele weitere gefährdete heimische Arten. Deshalb ist das Ziel, durch Beseitigung der Misteln, die Vitalität der Bäume wieder zu fördern. Im Einzelfall können Bäume mit starkem Mistelbefall durch einen Rückschnitt der Mistel jedoch nicht mehr erhalten werden, da diese zur sehr ins Holz vorgedrungen ist. Sie werden bis auf den mistelfreien Stamm zurückgeschnitten und bleiben dem Biotop als Totholzstruktur erhalten. Für den Schutz des gesamten Lebensraumtyp Streuobstwiese hat die vollständige und nachhaltige Entfernung der Mistel Vorrang.

Nachdem sich der Landschaftspflegeverband 2019/20 einen Überblick über den Mistelbefall im Landkreis verschafft hat, sollen nun im kommenden Winter 2021/22 in 11 Gemeinden auf ausgewählten Flächen die Mistelbäume durch fachgerechte Schnitte von Befall befreit werden. Die Maßnahme wird von einer Fachfirma mit obstbaumtechnischer Expertise durchgeführt.
Die Mistelbekämpfung in Geiselbach, Gemarkung Geiselbach und Omersbach, soll in der nächstfolgenden Karte auf dargestellten Flächen stattfinden:


Wenn Grundeigentümer dieser Flächen mit einer Mistelbekämpfung durch eine Fachfirma nicht einverstanden sind, sollen sie sich bei uns melden. Wir gehen dann davon aus, dass sie sich selbst um die Bekämpfung kümmern, um das Weiterverbreiten auf Nachbarbäume zu unterbinden.

Fragen oder Rückmeldungen bitten wir bis 18.11.2021 dem Landschaftspflegeverband (Herrn Wack/Frau Eymann, Montags bis Donnerstags Tel. 06021/394-398/-694) bzw. der Gemeinde mit zu teilen.

Wir würden uns freuen, die Streuobstwiesen zusammen mit Ihnen für weitere Generationen zu erhalten, und wollen Sie mit dieser Maßnahme als Streuobstbesitzer unterstützen.


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