Impressionen zur Veranstaltung Lasst Grenzsteine sprechen- Teil 4 - Teufelsmühlen

 

 

  


 
 
 

Impressionen zur Wanderung "Lasst Grenzsteine sprechen - Teil 3 - Frohnbügel"

Für Samstag, 29.07.2023, lud der Geschichtsverein Geiselbach/ Omersbach zur Wanderung in den Geiselbacher Grund und anschließend zum Frohnbügel ein. 60 Personen nahmen trotz wechselhaftem Wetter an der geführten Tour teil. Start an der Birkenhainer Straße; am gemeindlichen Bauhof und der Kläranlage vorbei ging es bis zur Rothshütte.

Der Hinweis auf die Mühlen am Geiselbach wurde der Spessartkarte von Paul Pfinzing von 1594 entnommen. Die genauen Standorte sind aus der Karte aber nicht zu erkennen. Hier ist noch umfassende Recherche notwendig.

Die Rothshütte wurde um 1885 als Einsiedelei von Johann Jakob Leonhard, errichtet. Ob der damals beantragte Bauumfang mit landwirtschaftlicher Hofstelle und Traubengarten tatsächlich hergestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso lässt sich noch nicht feststellen, ob es am Hüttenstandort einen Vorgängerbau gab.

Mit dem Archäologischen Spessartprojekt (ASP) und dem Bildungs- und Informationszentrum Burglandschaft wird versucht Licht in die Sache zu bringen.

Auf dem Europäischen Kulturweg „Birkenhainer Straße I“ zum Fohnbügel erläuterte Dr. Gerrit Himmelsbach vom ASP die einstige Grenze zwischen Bayern und Preußen; seit 1945 die Grenze zu Hessen.

Am Hof Frohnbügel bewirteten die Motoradfreunde die Wanderer mit Speisen und Getränken.

Dr. Gerrit Himmelsbach gab einen geschichtlichen Abriss zur Geschichte des Hofes soweit diese erforscht ist.

Am 1. Mai 1848 hat es einen Überfall auf den Frohnbügel gegeben. Eine historische Szene des Überfalls „durch hessische Rotten“, wurde von Mario Beinenz und Jürgen Hornick in einem Zwiegespräch nachgestellt.

Eine kleine Ausstellung gab weitere Einblicke in die einzelnen Themen.

Mit herzlichem Dank an alle Teilnehmer, an Herrn Dr. Gerrit Himmelsbach vom ASP, die Volkshochschule Kahlgrund-Spessart, die Gemeinde Geiselbach und die Motoradfreunde e.V. ging die Veranstaltung zu Ende.

Geschichtsverein Geiselbach/Omersbach.

 

 

  


Grenzwanderung

Am 23. Oktober 2021 fand eine Grenzwanderung mit dem Archäologischen Spessartprojekt, der VHS, der Gemeinde und den Feldgeschworenen statt. Die ca. sieben Kilometer lange Strecke startete an dem Bildstock mit seinen "Mordkreuzen" nahe der Spinne bei Omersbach und endete auf dem Platz des Flugmodellsportclubs im Judenweg.


Rund um Geiselbach gibt es viel zu entdecken, insbesondere, weil man seit Jahrhunderten Grenzregion ist. Zwei so genannte Dreimärker wurden während dem Grenzbegang erkundet. Sie dokumentieren jene Stellen, an denen drei Gemarkungen zusammentreffen. Dies waren die Treffpunkte von Krombach/Omersbach/Hofstädten und von Krombach/Hofstädten/Schneppenbach.

Doch es waren nicht nur Grenzen, die Beachtung fanden. Große Bedeutung hatte einst der Schöneberg, der für Krombach der "Galgenberg" war – hier wurden Todesurteile vollstreckt. Im 18. Jahrhundert entstand dort eine Hofanlage mit einem stattlichen Amts-/Gerichtsgebäude als Zentrum. Es war eine Geiselbach vorgesetzte Behörde. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Zeit des Landgerichts Krombach vorbei, es folgte der Abriss eines gerade einmal 70 Jahre alten mehrstöckigen Gebäudes.

Zu den weiteren Höhepunkten der Grenzwanderung zählte der Abschnitt Judenweg mit Händelwiese (von "Handel" abgeleitet). Juden aus Schöllkrippen und Gelnhausen gingen einander entgegen, um sich zu treffen und auszutauschen. Dies geschah entlang des Judenweges an mehreren Orten – und auch auf der Händelwiese, die auf alten Flurkarten Geiselbachs zu finden ist.

Die positive Resonanz auf die Veranstaltung motiviert den Geschichtsverein Geiselbach-Omersbach zu weiteren Grenzgängen. 2022 soll unter dem Motto "Geschichte erlebbar machen" zwei weitere Veranstaltungen stattfinden. Zum einen entlang der Birkenhainer Straße, zum anderen vom Bildstock zum Teufelsgrund mit dem Schwerpunkt: Zuflüsse zur Teufelsmühle.


Bürgermeisterbroschüre

Die Broschüre
„Die Bürgermeister der Gemeinden
Geiselbach und Omersbach
1818 – 1984“

ist ab sofort im Rathaus erhältlich.
Schutzgebühr 2,00 €/Stück

Wir bitten, diese Broschüre
aufmerksam zu lesen und
nehmen Ergänzungshinweise oder
Korrekturen gerne entgegen.


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